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St. Georg | Andreas A. Koch | 9 to 29 October 2021

Mit St. Georg bestreitet Andreas A. Koch seine erste und späte Einzelausstellung bei Vincenz Sala. Spät kann man finden, weil beide, Koch und Sala, zum Personal eines Berliner Kunstbetriebs gehören, das schon zu Zeiten der 'Berlinzulage' - wie Christoph Tannert für seine Rückschau im Jahr 2018 treffend titelte - quicklebendig war. Natürlich ergänzen wir unbescheiden: und immer noch ist. Wir freuen uns um so mehr, dass ein dritter im selben Bunde, Peter Funken, zur Ausstellungseröffnung ein paar einführende Wort sprechen will.    

'St. Georg', der Titel der Ausstellung, verweist also nicht allein auf die heraldische Anmutung und St. Georg'sche Farbstellung der mit der Abbildung zur Ausstellungseinladung vorgestellten Werkserie, die es mit der Ästhetik des Fahrradflickens aufnimmt. Es geht auch um das Heroische der Unbeirrtheit, mit der Koch schon seit vielen Jahren die Erforschung des Unscheinbaren betreibt, wobei er trotz der langen Jahre nicht im Traum darauf verfiele, ein (drachentötendes) Martyrium zu beklagen. 

Koch arbeitet schon immer an der Entdeckung und Sichtbarmachung dieses Unscheinbaren. Seine Arbeiten sind überraschende Zeugen der Unerschöpflichkeit eines Alltags, der gerade in der Dimension des Unbeachteten kleine und zugleich großartige Sensationen zu bieten hat. Die konzeptionell stringente Fröhlichkeit seiner künstlerischen Arbeit widersteht jeder Versuchung, dem Betrachter mit abgeschlossenen Perspektiven heimzuleuchten. Kochs Arbeit formuliert für den Betrachter einen vergnüglichen Auftrag, für den er nun gar nicht behauptet, er hätte ihn selbst schon erledigt.

Opening on 9 October from 6 pm | show until 29 October | Covid 19 restrictions, if any, apply.

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Fetisch, 2020
Fahrradflicken auf Gummi, 20 x 17 x 1cm